Ein Geist beschwört durch abartiges Ausnutzen von Emotional schwerst verletzten Menschen.
Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden ruft für den 17. Oktober 2009 dazu auf Killerspiele, also Spiele die das Töten von Menschen simulieren, in einen Container zu werfen und sie damit aus der Hand zu geben. Wen das an die Bücherverbrennung der Nazis erinnert, der erinnert sich zu Recht. Niemandem steht es zu verletzte Menschen deren Kinder getötet wurden für so eine Aktion zu instrumentalisieren. Das ist menschenverachtend und nützt weder den Familien noch den Opfern. Geholfen ist damit gar niemandem. Und auch wenn der Spruch saudämlich ist, aber Killerspiele töten keine Menschen, Menschen töten keine Menschen.
Dasselbe gilt für Pistolen, Gewehre, Messer und Atombomben. Letztendlich töten immer Menschen Menschen. Und die Schuld daran einem Computerspiel zu geben ist nicht nur populistisch sondern lenkt im gefährlichen Maße von den wahren Gründen ab.
Welche das sind, das mag ich nicht beurteilen, mir fehlt dazu sowohl die Kompetenz als auch das Hintergrundwissen. Aber dass die Spiele daran unschuldig sind ist offensichtlich und das ist es nicht erst seit heute.
Und jeder der bei einer solchen Aktion mitmacht gehört zumindest auf die Analogie zur Bücherverbrennung hingewiesen.

Hier noch der Link über den ich darauf gestoßen bin:
http://www.pcaction.de/Aktionsbuendnis-Amoklauf-Winnenden-will-Killerspiele-vernichten/News/article/view/2900/